Calberlahs Realschüler reichen den neuen Robotern die Hand

Die beiden vom Land geförderten Industrieroboter sind nun angekommen.

 

Calberlah. Die Realschüler in Calberlah sind im Roboter-Fieber, seit- dem vergangene Woche die beiden „Frankas“ eingezogen sind. Das sind zwei waschechte Industriemaschinen, die sonst in der realen Montage eingesetzt werden. Die RS Calberlah ist eine von 50 allgemein- bildenden Schulen in ganz Niedersachsen, die die rund 50.000 Euro teuren Geräte von Land und Kommune gesponsort bekommen.

„Am Mittwoch wurden sie gelie- fert, am Freitag haben wir das erste Mal damit gearbeitet“, sagt Techniklehrer Steffen Jauch. Zurzeit experimentieren damit die Zehntklässler, aber Jauch versichert: „Das mache ich auch mit Grundschülern.“

Denn die Bedienung sei im wahrsten Sinne des Wortes kinder- leicht – „leichter als von einem Le- go-Roboter“. Man wähle auf dem angeschlossenen Laptop eine passende App, ziehe den Roboterarm mit den Händen zu verschiedenen Stellen, drücke jeweils einen Knopf (so wird die Position gespeichert), wähle Geschwindigkeit und Beschleunigung – dann reicht ein Mausklick und das Gerät vollführt exakt dieselbe Bewegung. „Das kann wirklich jeder, das hat mit Programmieren nichts zu tun“, sagt Jauch. Man kann aber, wenn man will.

Nebenan probieren sich Lea Elster (16) und Jason Kroll (17) aus der 10a an Franke Emika Nummer 2. „Das macht schon Spaß“, sagt Jason, „aber manchmal denkt man noch zu kompliziert.“ Er will nach der Schule in einer KFZ-Werkstatt für Lastwagen seine Ausbildung starten. Lea möchte bei einer Produkt-Design-Firma arbeiten – dort wird die spätere Fertigung durch Roboter ebenfalls eine große Rolle spielen. „Wir kriegen das hier gut hin, weil jeder eine andere Idee mit einbringt.“

Die beiden Greifarme sind ausgestreckt ein Meter lang und können bis zu drei Kilogramm heben. Aber wenn sie auf ein Hindernis treffen – zum Beispiel einen menschlichen Arm – stoppen sie sofort „Wir wollen, dass die Schüler die Angst verlieren vor Kollege Roboter“, so Jauch. Nebenan läuft dann auch mal etwas schief: Franka 2 lässt die Klötzchen fallen – „verdammter Mist!“ Für Fortgeschrittene wird es anspruchsvoller, wenn man mit Referenzpunkten im Koordinatensystem arbeitet, so Jauch. dazu braucht es viel räumliche Vorstellungskraft. Lea: „Wenn alles umkippt, müssen wir erstmal lachen. Aber irgendwann findet man den Fehler.“

Dass die Roboter viel Spaß machen, hat sich schon herumgesprochen: „Ein Vater hat gefragt, ob er mal vorbeikommen darf“, sagt Jauch. Genau das soll möglich wer- den: Denn die Schule möchte die Geräte nicht nur den Azubis der Samtgemeinde unter Aufsicht zur Verfügung stellen, sondern auch ein offenes Roboter-Labor in den Ferien anbieten.

Dem Techniklehrer fallen noch viele Dinge ein, die man mit den Schülern üben kann: Kartons ein- packen, Leiterplatinen in Teststationen stecken und die Platinen nach Funktionsfähigkeit sortieren, Lichtstreifenbilder im Kunstunterricht, Kamerafahrten für Trickfilme und Zusammenbau von Fischer-Technik-Getrieben. Ein besonderes Projekt hat Jauch noch im Sinn: „Demnächst bringe ich den Robbis bei, wie man Senseo-Kaffee kocht!“

aus: Gifhorner Rundschau vom 17. Juni 2021

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