Calberlah. Wie ist das Aids-Virus aufgebaut? Was richtet es im Körper an? Und wie kann man sich vor der Krankheit schützen? Das und mehr erklärten Zehntklässler der Calberlaher Oberschule gestern ihren Mitschülern. Aufklärungstag: Die Klasse 10aR befasste sich vorab intensiv mit dem Aids-Virus und informierte gestern den Rest der Calberlaher Oberschule über die Krankheit.

Weil der Welt-Aids-Tag am 1. Dezember diesmal ein Samstag war, holte die Schule ihren alljährlichen Aufklärungstag am Montag nach - und sammelte mit dem Kuchenverkauf wieder Spenden für die Braunschweiger Aids-Hilfe.

Jeweils zwei Schüler widmeten sich einem Aspekt - heraus kam bei dem Projekt der Klasse 10aR ein umfassender biologischer wie auch gesellschaftlicher Überblick. Fast die gesamte Schule nutzte das Angebot, sich an den Ständen in der Aula über Aids zu informieren. Mit einem selbstgebastelten Styropormodell erklärten Lisa Poitzsch und Alina Wolff ihren Mitschülern etwa, wie das HI-Virus im Körper andockt und das Immunsystem schwächt. „Und es breitet sich unheimlich schnell aus", warnten die Zehntklässlerinnen.

Dennis Sarschizki und Pascal Küster richteten den Blick auf die Verbreitung der Krankheit rund um den Globus: „In Botswana und Südafrika sind bis zu 25 Prozent der Bevölkerung infiziert." Mandy Baur und Levin Bernhardt wussten einen der vielen Gründe: „Ein großes Problem ist die Beschneidung junger Mädchen." Oft seien die Instrumente nicht sterilisiert - „und dann wird das Virus übertragen".

Janice Ottmann und Annika Kubsch klärten über die Bedeutung der roten Schleife auf: „Sie ist ein weltweites Symbol der Solidarität und Hoffnung." Die Farbe stehe einerseits für Liebe und Toleranz gegenüber Betroffenen, andererseits für die vielen Opfer, die der Krankheit schon erlegen sind.

Klassenlehrerin Maike Engelbach ist stolz auf ihre Schüler: „Nur mit guter Aufklärung lässt sich die Ausbreitung der Krankheit eindämmen."

aus: Aller-Zeitung vom 04.12.2012