Calberlah Das Schwarze Brett der Oberschule Calberlah hat mit dem Ursprünglichen nicht viel gemeinsam: Es leuchtet, spart Papier und saugt Web-Informationen.

 2409-ise-oberschule-seeligerWer kennt das nicht aus seiner eigenen Schulzeit? Abgehetzt morgens angekommen schauen die Schüler als erstes auf den Zettelwust namens Vertretungsplan, um dann festzustellen, dass die erste Stunde doch nicht im Haupthaus, sondern auf dem Sportplatz stattfindet oder gar ausfällt. Calberlaher Schüler erfahren das mittlerweile im günstigsten Fall schon zu Hause.

Willkommen in der Zukunft! Die Technik macht es möglich: „Seit März haben wir das digitale Schwarze Brett, DSB, im Einsatz", sagt Konrektor Thomas Seeliger stolz. Seit Sommer wurde es geupdatet – „da sind noch viele neue Features dazugekommen". Im Flur des Verwaltungstrakts hängt statt einer Pinnwand ein großer Flachbildschirm, der anzeigt, welcher Lehrer wen vertritt. Aber nicht nur das: Links und rechts ist noch reichlich Platz – für aktuelle Ankündigungen (zum Beispiel „Heute beginnt die Hockey-AG um 13.45 Uhr" oder „Donnerstag kommen die neuen Schließfächer an"), Fotos von der jüngsten Klassenfahrt, Videos von den Starts des Raketen-Projekts sowie aktuelle Nachrichten. „Und das in voller HD-Auflösung!" Da schauen die Jugendlichen gern hin.

Vom Schwarzen Brett in der Einzahl zu sprechen, ist eigentlich untertrieben, denn genau genommen handelt es sich um ein ganzes Netz. Ein ähnlicher Bildschirm steht im Lehrerzimmer, und Schüler und Eltern können die Informationen per Internet schon am PC zu Hause abrufen. „Der Vertretungsplan ist mit unserer Homepage verknüpft." Noch besser: In den kommenden Tagen will Seeliger die Funktion aktivieren, die es ermöglicht, die Infos von überall auf der Welt per Smartphone abzurufen – dank App auf Android-Handy oder iPhone.

Das ganze funktioniert nur, weil die Oberschule ihren Stundenplan ohnehin schon digital am Computer führt. Mit einer Schnittstelle zum DSB-Programm lassen sich blitzschnell die Vertretungen eingeben. Das ganze System steuert Seeliger oder ein Kollege von seinem Schul-PC aus. „Innerhalb von zwei bis drei Minuten sind die Infos da." Früher sei das anders gewesen, erzählt der Konrektor. Da habe er manchmal mehrmals am Vormittag einen neuen Zettel mit einem aktualisierten Vertretungsplan ausdrucken und per Hand an der Pinnwand austauschen müssen. „Es gab Tage mit drei bis vier Änderungen." Innerhalb von drei Monaten seien locker mehr als 2000 Blatt Papier plus entsprechender Tinte zusammengekommen.

Das digitale Brett spare aber nicht nur Material und damit Geld: „Es ist Arbeitserleichterung ohne Ende." Die 5000 Euro, die die Samtgemeinde für Geräte und Softwarelizenz hergegeben hat, zahlten sich aus, so Thomas Seeliger. Auch Schulleiterin Monika Niemann ist begeistert: „Es ist cool. Die Schüler sind begeistert."

Quelle: http://www.braunschweiger-zeitung.de/lokales/Gifhorn/schwarzes-brett-der-calberlaher-oberschule-ist-jetzt-mobil-id765457.html