Isenbüttel (rn). Die Isenbütteler Außenstelle der Calberlaher Oberschule (OBS) wird zum 1. August 2013 dicht gemacht. Was einfach klingt, war doch eine eher schwere Geburt. Im Juni hatte der Schulausschuss die Beschlussempfehlung auf die gestrige Sitzung vertagt.

Und auch diesmal taten sich die Politiker zunächst schwer damit, die Standorte Isenbüttel und Calberlah zu vereinen. Dabei liegen die Vorteile einer OBS in Calberlah klar auf der Hand – zumindest aus Sicht von Schulleitung, Lehrer-, Schüler- und Elternschaft. Lehrervertreter Manfred Henkel nannte sie: Das pädagogische Konzept lässt sich besser umsetzen, jahrgangsübergreifendes Lernen wird leichter, der Zeitverlust durchs Lehrer-Pendeln entfällt. Für Hartmut Jonas (Grüne) überwiegt das Schutzbedürfnis der Fünft- und Sechstklässler in Isenbüttel: „Zehn- und Elfjährige sollten nicht unbedingt auf 16- und 17-Jährige treffen." Diese Sorge teilt Elternvertreter Jürgen Schönfisch nicht: „In Calberlah laufen ja keine Teufel herum." Schülervertreterin Nicole Weber weiß: „Als Fünft- und Sechstklässler kann man es kaum erwarten, endlich nach Calberlah zu kommen. Weg von den kleinen Grundschülern, hin zu den großen Oberschülern." Auch Dietmar Rösler (CDU) spricht sich für die Schließung der Isenbütteler Außenstelle aus: „Wir müssen den Tatsachen ins Auge schauen." Schon jetzt stünden 18 bis 20 Räume in Calberlah leer. Rolf Schliephacke (SPD) „blutet zwar das Herz, wenn Isenbüttel nur noch Grundschulstandort ist. Trotzdem bin ich für den Zusammenschluss." Jonas (Grüne) stimmte dagegen.
Fachausschuss ist für die Oberschule in Calberlah: Die Isenbütteler Außenstelle wird zum 1. August 2013 dicht gemacht.

 

Quelle:  Aller-Zeitung, Seite 19, vom 27.09.2012