Calberlah. Noch vor zwei Jahren gab es fast nur alte Rechner und kein einheitliches Medienkonzept in den Schulen der Samtgemeinde 2012 aller zeitung computerIsenbüttel. Dann drehte sich der Wind: Lehrer und IT-Experten suchten Lösungen, die Kommune investierte, die Erfolge sind längst im Unterricht spürbar – inzwischen läuft's so gut, dass die Calberlaher Oberschule als Vorbild gilt. Das stellte das Online-Magazin „Digital Lernen" jetzt in einem ausführlichen Artikel fest.

 

Sommer 2010: Konrektor Thomas Seeliger war noch neu an der damaligen Haupt- und Realschule – und von der stiefmütterlichen Behandlung der Computer schnell enttäuscht. Er stieß das Umdenken an: Schulleitungen und EDV-Fachleute erarbeiteten ein Konzept, die Kommune machte 100.000 Euro für die Einrichtung von Thin-Clients locker. Ein Erfolg, wie sich schnell zeigte.
Beispiel Biologie: Animationen veranschaulichen die komplexen Abläufe der Genetik. You- Tube hat die VHS-Kassetten ersetzt und Konrektor Seeliger erzählt, dass die „große Auswahl hilft, sich auf die jeweilige Lerngruppe einzustellen". In der Mathematik hilft „der Einsatz einer Geometrie-Software beim Verstehen komplexer Abläufe". Außerdem pflegt die Schule ein mathematisches Wissens-Wiki für die Vorbereitung auf die Abschlussprüfung. Und wo sich die Schüler im Kunstunterricht früher teure Nachdrucke anschauten, die trotzdem viel zu klein waren, um alles zu erkennen, unternehmen sie heute mit Google-Art Rundgänge durch den Pariser Louvre auf der interaktiven Tafel im Klassenzimmer.
Es läuft also. Konrektor Seeliger fasst zusammen: „Der Umgang mit dem PC macht endlich Spaß und ist viel effizienter als früher."

So genannte Thin-Clients waren für die Schulen der Samtgemeinde Isenbüttel der Ausweg aus dem digitalen Flickenteppich.

  • Die verschlankten Endgeräte sind ans Netzwerk angeschlossen, die Anwendungen nutzen dessen Rechenleistung – so wie beispielsweise ein Klick auf den „Kaufen"-Button in einem Online-Shop Rechenprozesse auf dem Server des Shops anstößt, deren Ergebnis an den eigenen Computer zurückgesendet wird: „Vielen Dank für ihren Einkauf." Genauso funktionieren nun Textverarbeitung und Online-Lernplattform auf den Rechnern der Schulen der Samtgemeinde Isenbüttel.
  • Der Vorteil der Thin-Clients ist die einfache Administration, denn Updates werden zentral auf dem Server eingespielt. Alle Computer in allen Schulen sind also stets auf dem gleichen Stand. Außerdem können die Geräte wegen der ausgelagerten Rechenkraft in der Regel wesentlich länger genutzt werden als Desktop-Rechner oder Laptops.
  • Mehr als 50 Thin-Clients werden allein an der Oberschule genutzt – und in jedem Klassenraum ergänzt eine interaktive Tafel die mediendidaktische Arbeit im Unterricht. Ins Internet geht die Schule breitbandig über einen 16-Megabit-Kabelzugang.

Den Artikel des Magazins „DIGITAL LERNEN" zur Oberschule in Calberlah finden Interessierte im Internet unter http://www.digital-lernen.de/nachrichten/schulpraxis/einzelansicht/artikel/die-mona-lisa-im-thin-client-eine-loesung-aus-isenbuettel.html


aus der Aller-Zeitung vom 18.08.2012 / AZ Seite 21