Nach den Sommerferien geht's in Calberlah, Groß Schwülper und Wesendorf los

Längeres gemeinsames Lernen, Ganztagsschule für alle und sozialpädagogische Betreuung - die neue Oberschule wird von der niedersächsischen Landesregierung als Zukunftsmodell gepriesen. Kritiker sagen, das Konzept sei noch langst nicht ausgereift, die Oberschule nur eine Gesamtschule Light. Im Kreis Gifhorn starten zum kommenden Schuljahr drei Oberschulen.

Sinkende Schülerzahlen - besonders an Hauptschulen - werden besonders auf dem Land zum immer größerem Problem. Kinder und jugendliche sollen aber in der Nähe ihres Wohnortes zur Schule gehen können. Da sind neue Modelle gefragt. Deie Entscheidungen für die Oberschule in Wesendorf, Groß Schwülper und Isenbüttel/Calberlah wurden zwar von der Samtgemeinde getroffen, die Rektoren stehen der neuen Schulform aber grundsätzlich positiv gegenüber.

"Der Ansatz des längeren gemeinsameen Lernes gefällt mir", sagte Ursula Kreft (Wesendorf). Dietmar Rösler (Calberlah) begrüßt besonders den verpflichtenden Nachmittagsunterricht an zwei Tagen pro Woche: "Die Schüler können so besser gefördert werden". Und Heinz-Dieter Ulrich (Groß Schwülper) sagt: " Schüler beider Schulformen profitieren."

Trotz des Lobes gibt es auch Kritik an der Oberschule. Die Schulleiter hätten sich mehr Zeit für die Organisation gewünscht. Und die sozialpädagogische Betreuung, welche die Oberschule ausmachen soll, habe es an der Haupt- und Realschule gegeben. Einen gymnasialen Zweig wünschen sich die Schulleiter auch. "Wir wollen alle Kinder unter einem Dach wie es auch bei einer IGS der Fall ist", sagt Ursula Kreft. 

(aus der Aller-Zeitung)