henkel bbs_kleinDie Berufsbildenden Schulen I haben mehr Möglichkeiten: Darum hat die Oberschule Isenbüttel jetzt 20 Neuntklässler aus dem Wahlpflichtkursus Wirtschaft für zwei Tage nach Gifhorn geschickt. In Gruppenarbeiten spielten sie Unternehmen.

Es ist gar nicht so einfach, Brause zu verkaufen. „Wir haben in der ersten Runde Minus gemacht, weil wir nicht damit gerechnet haben, dass die Produktion so teuer wird", sagt Bjarne Bauer. Die Maschine war etwas zu exklusiv. Doch in Runde zwei und drei hat Lumo-Limonade mit Gewinn geprickelt. „Wir sind jetzt 32.000 Euro im Plus."

„Man muss alles berechnen." Dabei lernt Tabea Fricke viel fürs spätere Leben, das sich nach ihrem Berufswunsch bei VW abspielen soll: „Zusammenhänge verstehen bei Produktion und Absatz."

Maschinen einkaufen, Personal einstellen, Gewinn machen: „Es geht darum, richtig zu kalkulieren", sagt Lehrer Manfred Henkel, der mit 20 Realschülern an zwei Tagen in Gifhorn ist. „Sie sind sehr motiviert." Eine Oberschule könne das nicht leisten, die BBS I habe Fachwissen und Ausstattung.

Und freie Plätze, denn zurzeit seien viele Berufsschüler in Praktika, so BBS-I-Wirtschafts-Koordinator Udo Siewers. „Wir bieten das für alle Realschulen im Kreis." Mit einem selbst entwickelten Konzept: „Wir wollen in zwölf bis 24 Stunden so viel wie möglich vermitteln." Das gehe spielerisch am besten.

Aller-Zeitung vom 18.11.2011 / AZ -  Seite 17